Mittwoch, 11. Januar 2012

Kuba, Kuba!

Das ist Kuba, wie aus dem Bilderbuch:


Das auch:


Und natürlich das:


Willkommen in Kuba. Hierher kommen alle mit fertigen Bildern im Kopf, und diese Bilder werden sie auch finden: alte Männer auf den Straßen und beim Musikmachen, Traumstrände mit Traumpalmen und immer und überall der gute alte Ché.
Aber natürlich ist Kuba mehr als das. Und ein klein wenig von diesem "mehr" konnten wir auch kennen lernen auf unserer drei-Wochen-Reise über die Insel. Zum Beispiel lebten wir in Havanna in dem Viertel mit den wohl krassesten Unterschieden überhaupt. Auf der einen Seite so:


...und nur 150 Meter davon entfernt so:

Und so:


So vieles in Kuba scheint seit Jahren und Jahrzehnten vor sich hin zu verfallen, das ist unglaublich traurig. Man sieht ja, wie schön viele Häuser mal waren. Ein kleiner Teil von Havanna wurde sehr schick saniert - wenn man als Tagestourist nur diese Ecken sieht (z.B. weil man mit einem Bus von den Stränden für ein paar Stunden hergekarrt wird), könnte man mit dem Eindruck einer sehr angenehmen und bildhübschen Stadt wieder heim fahren. Dabei ist Havanna nicht unbedingt schön - es ist oft herunter gekommen, laut und stinkig (Uralt-Autos mit Uralt-Motoren), und hier leben sehr viele Menschen auf sehr wenig Raum. Manche Häuser fallen einfach in sich zusammen, und dann bleibt das eben so.

Es ist natürlich alles sehr interessant: Keine amerikanischen Fast-food-Läden, keine altbekannten Ladenketten - überhaupt kaum Läden, dafür Straßenhändler und Fleischverkäufer, die ihre Ware in einer Art Luke anbieten:


Dauernd wird Musik gespielt, auch in noch so kleinen Bars. Und das sind eigentlich immer gute Musiker! Ist natürlich oft hauptsächlich für die Touristen. Aber in Trinidad, wo wir ein paar Tage waren (da ist auch der Traumstrand in der Nähe) spielte jeden Abend auf einem Platz eine Band Salsa, Merengue und ähnliches - und auch die Kubaner tanzten wie verrückt. (Vor allem aber: beeindruckend!! Wie die sich bewegen können!!)
Der Mangel ist dauerpräsent. Deshalb sehen die Autobahnen auch so aus:


Hat ja kaum jemand ein Auto. Dafür sind viele Fahrräder und Pferdekarren unterwegs. Das kann man natürlich nostalgisch finden - ich glaube aber, so toll ist das für die dort nicht.
Seit einigen Jahrzehnten gibt es ein Wirschaftsembargo gegen Kuba, verhängt von den USA. Deshalb der Mangel. Die USA haben Kuba bis in die 50er Jahre komplett dominiert - und man hat Angst, dass es wieder so kommen könnte, wenn irgendwann einmal eine Öffnung des Landes vonstatten gehen sollte. Die Amis würden sich wahrscheinlich gleich wieder heimisch fühlen - ein weißes Haus steht jedenfalls schon dort:

Ist ein Überbleibsel aus alten Zeiten, genau wie die Autos.
Was sonst noch zu berichten ist: Bettelnde Kinder gibt es nicht, Analphabetismus auch nicht, eben so wenig wie Obdachlose. Alle bekommen eine kleine Ration Grundnahrungsmittel umsonst. Insofern haben die da auch was erreicht mit ihrer Sozialpolitik - das fällt vor allem auf, wenn man andere Länder Lateinamerikas kennt.
Die Menschen sind sehr offen und fragen einen mit Vorliebe aus. Man wird aber auch oft angesprochen, wahlweise werden Taxen, Restaurants oder Zigarren angeboten. Das nervt irgendwann, vor allem, weil man es manchmal gar nicht merkt, dass einem da gerade einer was verkaufen will. Man wird quasi im Vorbeigehen angequatscht und - schwupps - in ein freundliches Gespräch verwickelt. Und irgendwann merkt man: Ach so, DARUM geht es also!

Das Schöne war, dass wir teilweise bei Privatvermietern untergekommen sind - und somit direkt bei den Familien wohnten. Sehr interessant und vor allem einigermaßen nah dran am "echten Leben".

Auch Dschungel gibt es, wenn auch nicht sehr viel:


Große Teile des Landes sind von Zuckerplantagen und Feldern bedeckt. Landwirtschaft wird teilweise noch mit Ochsengespännen betrieben - wiederum eine Zeitreise.
Und hier noch ein Beweis, dass wir wirklich da waren :-)


Und als Rausschemeißer: ein Bild aus der kubanischen Provinz. Alles schöööön langsam angehen...



Es grüßt die Urlauberin

Marike

Dienstag, 26. Juli 2011

Dankeschön! Tack!

Liebe Mädels,

ihr habt uns ein ganz wunderbares Wochenende beschert. Drei Tage im Baumhaus - das war euer Geschenk zu unserer Hochzeit. Und nun haben wir diesen Gutschein endlich eingelöst!

Ganz gemütlich fuhren wir mit unserer bescheidenen Privatyacht von Kiel nach Göteborg. Nett war das! Irgendwie wie früher - reisen auf die langsame Tour.



Von Göteborg ging's mit dem Mietwagen noch mal 150 Kilometer gen Osten, in die Nähe des größten Sees Schweden, dem Vänern-See. Dort bezogen wir unser Häuschen im Baum. Links im Bild das Plumpsklo!



Morgens wurde das Frühstück in einem Korb in die Höh' gezogen. Und wir verspeisten es auf unserer Terasse, mit Blick über die Felder.



Und was hatten wir am zweiten Tag für ein Wetter! Unter blauem Himmel wanderten wir über Blumenwiesen und an Bullerbü-Häusern vorbei. Man wirft den Deutschen ja immer vor, sie idealisierten Schweden. Aber wenn es nun mal wirklich so aussieht wie in einem Astrid-Lindgren-Buch???!!!



Der Vänern-See war auch ganz nach Bilderbuchart von großen Steinen umgeben, über die wir flugs kletterten. Ich traute mich sogar ins Wasser. Arschkalt!! Roberto war angesichts meiner Leiden durch Nichts zu bewegen, es mir gleich zu tun. Er fotografierte lieber.




Alles war so entspannt, wir hatten uns vorher auch gar nichts vorgenommen, sondern fuhren einfach drauflos. Entdeckten auch zufällig ein wunderschönes Schloss direkt am Wasser, mit einem entzückenden Café und vor allem: lecker Beeren-Kuchen!





Am nächsten Tag regnete es zwar, aber dafür könnt ihr ja nichts. Wir entschieden uns fürs Autofahren - über die ganz kleinen Straßen zurück nach Göteborg. So brauchten wir mindestens doppelt so lang wie auf der Schnellstraße, hatten es aber doppelt so schön. Ach, Schweden. Darf ich bitte bald mal wiederkommen?


Nej, vad har vi haft det trevligt i Sverige! Tack, Susanne, Martina, Franziska, Ines, Anke och Desi!!!

Montag, 20. Dezember 2010

Flitterdideldum!

Was haben wir in Mexiko geflittert! Und Kinder, wat war dat schön!
Hier ein paar Impressionen...



Karibik! Erstes Ziel waren Yucatans Strände, im Osten Mexikos. Ich sag nur: Schnorcheln (gelbe, blaue, gestreifte Fische! Schildkröten!), Strandspaziergänge schon kurz nach dem Sonnenaufgang (um halb sieben!!! Aber die Sonne ging ja auch schon gegen fünf am Nachmittag unter), Palmen, Palmen, Palmen. Da fühlt sich der deutsche November-Flüchtling wohl!

Blick aus unserer Strandhütte. Der Hammer, jeden Tag wieder. Ich stand immer mit den Worten auf: "Another day in paradise".

Unsere Strandhütte, die Schönste von allen! (Empfehlenswert: "Tierras del sol" heißt das Hotel - klein und entspannt!)


Blick von unserer Hängematte, vor der Hütte. Hammer zum Zweiten. Der Ort heißt Tulum, ist sehr empfehlenswert. Nur kleine Hotels, die kaum auffallen, weil sie Palmendachblätter haben. Der Strand ist endlos lang. Das Wasser türkis.



My love. Da ist wohl jemand im Urlaub...



Diverse Maya-Ruinen wurden von uns beklettert, unter anderem hier in Palenque. Urwüchsig und beeindruckend!

Blick über den Dschungel. Atemberaubend schön.

Pa-ra-dies!



Wasserfall Misol-Há. Und da unten schwimmt, ja richtig: Marike!



Letzter Tag vor dem Abflug. Etwa 20 Stunden später fanden wir uns im Schneesturm in Rotterdam wieder. Wir flogen nämlich über Amsterdam, wo man uns mitteilte, dass wir leider nicht weiter nach Hamburg könnten. Statt dessen bot man uns eine Übernachtung auf dem Flughafen an. Da flüchteten wir dann doch lieber zu meinem Bruder nach Rotterdam. Ohne Winterjacken wohlgemerkt, die waren nämlich noch im Gepäck....

Mexiko, es war schön mit dir! (Obwohl: deine Städte können ganz schön stinkend und laut sein, das muss ja auch mal gesagt werden...)

Mittwoch, 29. September 2010

Traum? Hochzeit!

Liebe alle,
so schön war sie, unsere Hochzeit: ein warmer Sommertag (nach tagelangem Regen), eine wunderbare Trauung am See (inklusive Geigenklänge und Schilf-Rauschen), tolle Geschenkideen (unter anderem Gedichte, ein Video,die Uraufführung eines selbst komponierten Stückes, ein Geschichten-Erzähl-Spiel, Reisegutscheine in ein Baumhaus und ein Design-Hotel), Tanz bis in den Morgen. Und bei alldem war die Laune wunderbar und ausgelassen.
Hier einige Bilder vom Profi-Fotografen (der ja aber zur nächtlichen Sause längst verschwunden war):



Jagdschloss Prillwitz


Ankunft der Braut


Trauung am See



Der Bräutigam freut sich...


...und die Braut sagt was




Verheiratet!



Sommerterrasse


Ganz wichtig: Spanischer Schinken!


Es leben unsere tollen Gäste!




Und demnächst gehen wir dann auch auf Tour! ;-)





Sonntag, 11. Juli 2010

Der Countdown läuft!

Worin eine Braut gut sein muss? Entscheiden.
Worin ich nicht gut bin? Ratet mal.

Auf meinem Marathon Richtung Hochzeit lauern die Entscheidungen an jeder Ecke. Am einfachsten war es ja noch im Brautgeschäft – da lautete meine Ansage: Bitte schön schlicht! Das minimierte die Auswahl schon mal ungemein. Trotzdem ging ich drei mal in den Brautladen meines Vertrauens, ehe ich mich für ein Kleid entscheiden konnte.

Dann aber kamen die wirklich schwierigen Fragen: Welche Gäste einladen? Goldene Ringe oder weißgoldene? Mit oder ohne Stein? Vier oder fünf Millimeter? Lieber etwas robuster (teurer) oder ein bisschen dünner (günstiger)? Lamm, Wildgoulasch oder Rehbraten? Halskette oder Ohrringe? Oder beides? Mit durchsichtig schimmerndem oder kräftig farbigem Stein? Hohe Schuhe (sexy) oder flache (bequem)? Welche Musik zur Trauung? Welcher Fotograf? Welche Frisur? Was für Blumen? Kopfschmuck: ja oder nein? Selber schminken oder schminken lassen? DJ engagieren oder selber mixen?

Wer da immer eine glasklare Meinung hat, befindet sich auf fortgeschrittenem Braut-Niveau. Ich jedenfalls habe schon mehrere Besuche bei einer Schmuckdesignerin und im Trauringladen hinter mir. Immer noch mal gucken, überlegen, vergleichen und vor allem: im Geiste vorstellen. Gefällt mir das? Sieht das aus? Passt das zu allem anderen?

Abgehakt und damit gebucht sind bereits Restaurant, Fotograf, Friseur und die Musiker; gekauft sind Kleid, Ringe und Schuhe; es steht nun nur noch der Schmuck aus. Und ach, wie ist es schön, wenn Menschen Verständnis haben für Entscheidungsschwächen! Die Schmuckdesignerin jedenfalls erlaubte mir, den Schmuck mit nach Hause zu nehmen und ihm zum Brautkleid anzuprobieren. Damit ich mir auch wirklich das Richtige aussuche. Teuer genug ist der Schmuck schließlich.

Und das ist tatsächlich das Geheimnis hysterischer Bräute (die ich jetzt, vielleicht, ein ganz klein wenig besser verstehe): Weil man so viel Geld in die ganze Veranstaltung buttert, soll alles ganz toll und wunderbar sein. Wer mehrere hundert Euro in ein Kleid investiert, will sicher gehen, dass es umwerfend aussieht. Also wird überlegt und gegrübelt und entschieden und wieder verworfen. Ich habe in Foren von Frauen gelesen, die ein 800-Euro-Kleid kauften, um es dann wieder zu VERkaufen – weil sie ein viiiiel Schöneres entdeckt hatten.
Ruhe bewahren, das ist das Einzige, was man sich vornehmen kann. Irgendwie absolviert man den Entscheidungsmarathon bestimmt.

In guter Hoffnung verabschiedet sich

Marike

P.S. Und abgesehen von schwierigen Entscheidungsmomenten macht mir die ganze Vorbereitung auch wirklich Spaß. Freue mich riesig auf den Tag im August, an dem ich in meine volle Montur schlüpfen kann!

Montag, 7. Juni 2010

Insel-Wandern

Heute gibt's wieder jede Menge Bilder. Urlaub in Spanien war nämlich angesagt!
Zuerst auf der Tagesordnung: Hochzeit von Jordi und Monica, sehr enge Freunde von Roberto. Sehr spannendes Event mit super leckerem Essen, "Viva"-Rufen und jeder Menge Stimmung. Nur der Musikgeschmack der Spanier ist dann doch nicht so mein Ding... 90er-Techno-Beats - hm...
Das Brautpaar:


Der Trauzeuge nebst Begleitung:

Und dann ging es rüber auf die Insel, von der ich immer dachte, es sei uncool, dort Urlaub zu machen: Mallorca. Aber ach, was wurde ich eines Besseren belehrt! Mallorcas Ballermänner kann man nämlich getrost umgehen. Und sich statt dessen an die wunderschöne Natur halten. Was wir denn auch taten: Wir wanderten, was es das Zeug hielt!


Wenn man dabei solche tollen Ausblicke hat, ist es ja auch ein einziges Vergnügen. Da wird dann sogar ein schweißtreibender Aufstieg mal in Kauf genommen.




Besonders schön auch die kleinen Buchten mit türkis-blauem Wasser. Leider kein Sandstrand, dafür muss man dann wohl an die Massen-Strände. Aber da uns die Einsamkeit lieber war, hielten wir uns an diese stillen Plätze, und stiegen eben über glitschige Steine ins Wasser. Etwas Schöneres, als im kristallklaren Wasser in einer solchen Bucht mit Blick auf die Berge zu schwimmen, gibt es kaum!


"Wir", das sind übrigens mein Bruder, mein Vater und ich. Familienurlaub!


Wir hatten uns in einer Finca eingemietet, die ganz still im Ländlichen lag. Die Geräuschkulisse setze sich aus Schafglockenbimmeln, Hundebellen, Fröschequaken und Pfau-Rufen zusammen. Und dieser Blick von der Terrasse...!



Schöne Blicke gab's auch bei dieser Rast auf der Terrasse einer charmanten Finca-Besitzerin.



Und wer fährt mit mir in den nächsten Wander-Urlaub? Ich habe definitiv Blut geleckt!!

Es wünscht euch allen einen tollen Sommer

Marike