Ich stehe auf, hole mir vom Kiosk eine Zeitung, die ich dann in aller Ruhe lese, während ich mein Müsli löffele. Dann setze ich mich an den Computer, lese meine Mails, setze meine Recherche vom Vortag fort, führe Interviews, lese, schreibe. Wenn mir danach ist, mache ich ein paar Erledigungen. Manchmal drucke ich mir Texte für die Recherche aus und lese sie im Café. Zwei mal in der Woche gehe ich nachmittags zum Sport, einmal anschließend in die Sauna. Auch wenn es jetzt danach klingen mag: Ich bin nicht faul - ich kann einfach dann arbeiten, wann ich will. Natürlich beschränkt sich das auf Kernarbeitszeiten, weil ich ja viel telefonieren muss und das geht nur zu Bürozeiten. Aber trotzdem bleiben mir viele Freiheiten: Wenn ich Freitag Nachmittag zur Massage gehe und anschließend "blau mache", dann setze ich mich halt Sonntag noch mal an einen Text.
Ich muss nicht in ein Büro, in das ich morgens hineingehe und das ich erst abends wieder verlasse. Das hat mir immer das Gefühl gegeben, das "echte" Leben zu verpassen. In einer Tretmühle zu latschen. In Routine zu erstarren. Jetzt aber rinnen die Tage nicht mehr im Gleichklang dahin.
Ja, daran muss ich jeden Abend wieder denken. Und dann geht es mir gut.
So, und nach all dieser Schwärmerei jetzt noch ein paar Bilder: Impressionen aus dem Mecklenburger Winterwald. Beziehungsweise: vom Winter-See.
Mama Frick und, wie sagt man nicht so schön: ihr "Lebensgefährte". Und Hund! Kaum zu glauben, dass wir vor ein paar Monaten hier noch geschwommen sind...
Als ich mich zwecks kreativer Motivfindung mit der Kamera aufs Eis legte, nahm Joschka das als Aufforderung, freudig auf mich zuzustapfen und sich ebenfalls lang zu legen. Wohlig räkelte er sich eine Weile auf dem Eis...


Ist das nicht schön?
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