Habe gerade gemerkt, dass ich nicht mehr 18 bin.
Und das ging so: Am Wochenende hatte ich Mädels-Besuch aus Tübingen; Franziska, Martina und Susanne waren da. Natürlich mussten wir auf die Piste. Natürlich würde es spät werden. Aber dann wurde es fünf. Und alle, wirklich alle außer mir waren fest davon überzeugt, dass man in Hamburg NATÜRLICH nicht den Fischmarkt verpassen dürfe. Und zwar im fließenden Übergang: Runter von der Tanzfläche, ran an die Fischbuden! Ich hatte zwei gute Gründe gegen diesen Plan: Meinen rechten sowie meinen linken Fuß, die in hochhackigen Schuhen steckten. Aber auf mich wollte ja keiner hören. Also stöckelte - humpelte? - ich hinterher. Auf dem Fischmarkt war es langweilig, aber immerhin: Es gab Shrimp-Brötchen. Um fünf Uhr dreißig. Nach Wein, Bier und Caipirinha. Das hat mich total überzeugt.
Irgendwann gegen sieben waren wir dann zu Hause. Ich bettete meinen geschundenen Füße unter die Decke, bemühte mich, das Tageslicht weitesgehend zu ignorieren und fiel dann in einen leichten Schlaf. Bis zwölf. Den Rest des Tages verbrachten wir mit Variationen des Ausruhens: Ausruhen an der Alster, ausruhen auf dem Alsterschiff, ausruhen im Beach Club an der Elbe. Dann ging ich wieder schlafen.
Montag dann: Schule. Und ich kannte nur ein Gesprächsthema: "Ich bin so müde!" Habe versucht, mich mit Koffein über Wasser zu halten. Irgenwie funktionierte das nicht. Dachte ich. Abends im Bett fing es nämlich an, ganz wunderbar zu funktionieren. Ich drehte und wälzte mich, totmüde und frustriert.
Heute dann: Schule. Und ich bin immer noch müde.
26, liebe Leute. Das ist nicht alt. Aber so wirklich jung ist es anscheinend auch nicht mehr.
Gute Nacht.
Marike
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2 Kommentare:
When you'll be almost 30... it's worse. jajajajja
Und ich bin schon 29...
gr,
max
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