Was! für! eine! Woche!
Drei Tage Zeitungsproduktion. Drei Tage Vollstress. Drei Tage unter Strom.
Und das steckt dahinter: Die Henri-Nannen-Schule lässt jeden ihrer Jahrgänge am Ende des ersten Lehrblocks (und ja, da bin ich schon angekommen, am Ende der ersten zehn Wochen!) eine Übungszeitung machen. Drei Tage, sechs Seiten, unter Realbedingungen.
Wir haben also Ressorts gebildet, uns zwei, drei Tage vorbereitet, und dann ging es los. Ich saß im Ressort "Politik und Wirtschaft", musste also folgende Multitasks vollbringen: Zeitung lesen, Nachrichtenticker checken, neu reinkommende Nachrichten auf ihre Relevanz überprüfen und gewichten, recherchieren, Leute für O-Töne anrufen, kreativ sein (was kann man aus der Nachricht machen? Kann man die "drehen"? Braucht man einen Hintergrundkasten? Bietet sich ein Interview an?), immer mal wieder Spiegel online checken, schreiben, schreiben, schreiben, überarbeiten, ins Layout einpassen, Bildidee ausdenken, andere Artikel gegenlesen und so weiter und so fort. Von sehr früh morgens bis ziemlich spät abends.
Ich hoffe, ich konnte den Stressfaktor durch diese Aufzählung adäquat rüberbringen.
Bin jetzt völlig ausgelaugt. Obwohl: Es wurde von Tag zu Tag besser. Und hat auch ohne Frage Spaß gemacht. Vor allem, weil wir alles selbst machen durften. Ideen umsetzen und so, was Eigenes produzieren. Das hat mich ja schon immer am meisten angefixt. Neben dem wunderschönen Akt des Schreibens selbst, natürlich.
Die Zeitung sah übrigens ganz gut aus am Ende. Besonders nett waren unsere bunten Seiten, die Seite drei und die Panorama-Seite. Hier sind halt lauter Kreativlinge...
So. Jetzt ist Wochenende. Und ich weiß irgenwie gar nicht so richtig, was ich machen soll. Zwei Tage lang nix zu tun, komisch!
Nachher wird erst mal schlafen:
die Marike
P.S. Der Titel unserer Zeitung übrigens: Norddeutsche Zeitung. Ähnlichkeit mit bestehenden Publikationen nicht ausgeschlossen...
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