Jetzt hab ich schon, ach, Wolfgang Schäuble und Gerhard Schröder live gesehen, und doch: So richtige Freude mag sich nicht einstellen.
Nachrichten-Journalismus ist wohl nicht so für mich.
Was das Ganze aber rettet: Berlin!
Wenn ich im Prenzlauer Berg im Café sitze, draußen Kastanien, Kopfsteinpflaster und Altbauten, vor mir ein Milchkaffee und ein Klatschblatt - dann geht es mir gut. Diese Stadt ist eine einzige Einladung, und ich nehme sie ständig an. Billig essen gehen, was trinken gehen, umherradeln, wieder was Essen gehen, Atmosphäre genießen... Jibtet wat Schöneres?
Die WG ist auch sehr sehr nett, leider in Kreuzberg statt P-berg oder Friedrichshain. Aber wozu habe ich mein treues Fahrrad? Am Wochenende war Roberto da und wir sind wie wild durch die Straßen geradelt. Und von einem gemütlichen Café ins andere getorkelt, trunken vor Begeisterung. Soooo schön.
Nachrichten-Journalismus ist wohl nicht so für mich.
Was das Ganze aber rettet: Berlin!
Wenn ich im Prenzlauer Berg im Café sitze, draußen Kastanien, Kopfsteinpflaster und Altbauten, vor mir ein Milchkaffee und ein Klatschblatt - dann geht es mir gut. Diese Stadt ist eine einzige Einladung, und ich nehme sie ständig an. Billig essen gehen, was trinken gehen, umherradeln, wieder was Essen gehen, Atmosphäre genießen... Jibtet wat Schöneres?
Die WG ist auch sehr sehr nett, leider in Kreuzberg statt P-berg oder Friedrichshain. Aber wozu habe ich mein treues Fahrrad? Am Wochenende war Roberto da und wir sind wie wild durch die Straßen geradelt. Und von einem gemütlichen Café ins andere getorkelt, trunken vor Begeisterung. Soooo schön.

Und das Praktikum? Morgens bekomme ich dort entweder den Auftrag, in eine "PK" (Pressekonferenz) zu gehen, oder eben nicht. Wenn nicht, kann es sein, dass ich im Laufe des Mittags den Auftrag bekomme, eine reinkommende "Geschichte" (Nachricht) zu bearbeiten (Leute anrufen und Stimmen einfangen, Hintergrund recherchieren, schreiben). Wenn nicht, habe ich Pech gehabt. So drehe ich manche Stunde Däumchen und versuche, eigene Geschichten zu finden. Ist aber nicht ganz einfach in einer tagesaktuellen Nachrichtenredaktion.
Ich möchte ja gern positiv auffallen und eine gute Praktikantin sein - aber ich schaffe es irgendwie nicht. Die kennen sich alle so gut aus, da halte ich meist meinen Mund. Und wurschtele so vor mich hin, ohne dass ich groß jemandem auffalle. Manchmal mache ich Themenvorschläge, manchmal wird gesagt: "Ok, wenn du dich darum kümmern willst, gern." Aber für ein großes Licht am Journalistenhimmel wird mich hier wohl niemand halten. Ich mich ja auch nicht.
Naja, wenigstens sind die Leute nett, die Atmosphäre ist locker und freundlich - aber ich bin gegen 18:30 Uhr eigentlich immer fast die Erste, die geht. Auch dafür werde ich wohl nicht den "Engagierte-Praktikantin"-Preis des Jahres bekommen. Aber ehrlich, ich fühle mich wenig engagiert. Ich mache meine Arbeit, so gut ich kann. Und genieße ansonsten: BERLIN!
Es freut sich des Berliner Lebens,
Marike
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